Glossar G bis M
- General Standard
- definition:Der General Standard ist ein Marktsegment für kleinere und mittlere Unternehmen, die überwiegend nationale Investoren ansprechen und sich für ein kostengünstiges Listing interessieren.
In diesem Segment müssen Unternehmen die gesetzlichen Mindestanforderungen des Amtlichen Marktes oder Geregelten Marktes erfüllen.
- Genussschein
- definition:Ein gesetzlich nicht geregeltes Wertpapier, das je nach Ausgestaltung eher der Aktie oder der Anleihe ähnelt.
Wie eine Anleihe gewähren die "Genüsse" regelmäßig die Rückzahlung des Anlagebetrages zum Nominalwert am Laufzeitende und einen grundsätzlichen Anspruch auf eine jährliche Verzinsung. Die Höhe der Verzinsung hängt aber - wie die Dividende bei der Aktie - von der Gewinnentwicklung des jeweiligen Unternehmens ab.
- Geregelter Markt
- definition:Der geregelte Markt bietet als Börsensegment gegenüber dem Amtlichen Handel den Unternehmen einen erleichterten Zugang zum Börsenhandel.
Der Börseneinführungsprospekt kann kürzer sein. Die Pflichtveröffentlichung muss nicht unbedingt in der Börsenpresse erfolgen, sondern kann auch an den Schaltern der Kreditinstitute zur Einsicht ausgelegt werden. Durch diese und andere Erleichterungen soll vor allem mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit geboten werden, kostensparend an die Börse zu gehen. Der Handel folgt den gleichen Regeln wie der Amtliche Handel.
- Geschäftsbericht
- definition:Jährlicher Rechenschaftsbericht einer Aktiengesellschaft über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft.
Im Geschäftsbericht wird außerdem der Jahresabschluss abgedruckt und erläutert. Der Geschäftsbericht steht allen Aktionären zur Verfügung.
- Geschlossener Fonds
- definition:Bei geschlossenen Fonds (closed-end-funds) wird der Verkauf von Anteilen eingestellt, wenn das vorher festgesetzte Ausgabevolumen erreicht ist.
Ein Rückkauf der Anteile durch die emittierende Gesellschaft ist während der Laufzeit nicht vorgesehen.
- Grundkapital
- definition:Das in der Satzung einer Aktiengesellschaft festgelegte Kapital.
Die Satzung bestimmt auch, in wie viele Anteile das Grundkapital eingeteilt ist. In Höhe ihres Grundkapitals gibt die Gesellschaft Aktien aus.
- Hauptversammlung
- definition:Mindestens einmal jährlich versammeln sich die Aktionäre einer Aktiengesellschaft zur Hauptversammlung.
Diese wählt den Aufsichtsrat und den Abschlussprüfer, fasst Beschlüsse über die Verwendung des ausgewiesenen Jahresgewinns, über Maßnahmen der Kapitalbeschaffung, über Satzungsänderungen und andere grundsätzliche Fragen; nur sie kann den Aufsichtsrat und den Vorstand entlasten.
- Hausse
- definition:Stärkerer, meist länger anhaltender Kursanstieg an der Börse.
Gegensatz: Baisse
- HGB
- acronym of:Handelsgesetzbuch
Das Handelsgesetzbuch (HGB) ist das wesentliche Spezialgesetz für den Kaufmann, in dem unter anderem die Vorschriften für die Aufstellung von Jahresabschlüssen geregelt sind.
- HGB-Bilanzierung
- definition:Das Handelsgesetzbuch (HGB) ist das wesentliche Spezialgesetz für den Kaufmann, in dem unter anderem die Vorschriften für die Aufstellung von Jahresabschlüssen geregelt sind.
Bilanzierungspflichtige Unternehmen wie zum Beispiel Aktiengesellschaften müssen in Deutschland nach HGB bilanzieren. Die Bilanzierung nach HGB geht vom Vorsichtsprinzip aus, das heißt die Interessen der Gläubiger sollen geschützt werden.
- IFRS
- acronym of:International Financial Reporting Standards
International Financial Reporting Standards (IFRS) ist eine weltweite akzeptierte Richtlinie zur Konzernrechnungslegung.
- Index
- definition:Kennziffer, die Veränderungen bestimmter Größen zum Ausdruck bringt und Vergleiche, insbesondere von Wert- oder Preisveränderungen ermöglicht.
Ein Aktienindex spiegelt den Kursverlauf eines Wirtschaftszweiges oder eines nationalen Marktes wider. Für den deutschen Aktienmarkt werden Indizes unter anderem von der Deutsche Börse AG, von einigen Kreditinstituten und von verschiedenen Presseorganen ermittelt.
- Inhaberaktie
- definition:Aktie, bei denen die Rechte vom Inhaber ausgeübt werden können.
Die Gesellschaft kennt dabei ihre Aktionäre nicht.
- Insider
- definition:Im Börsenhandel Bezeichnung für Personen, die wegen ihrer beruflichen Stellung oder sonstiger Umstände einen Informationsvorsprung haben.
Dessen Ausnutzung zum eigenen Vorteil bei Wertpapiergeschäften ist verboten; Verstöße können mit Freiheits- oder Geldstrafen geahndet werden.
- Investmentzertifikate
- definition:Anteilscheine, die eine Beteiligung am Vermögen eines Investmentfonds verbriefen.
Zu diesem Vermögen gehören neben Bankguthaben (Liquidität) vor allem Wertpapiere, also je nach Art des Fonds festverzinsliche Wertpapiere oder Aktien, beide in breiter Streuung.
- IR
- acronym of:Investor Relations
Finanzsprache; systematische Gestaltung der Beziehungen zu Investoren, Anlegern und Finanzanalysten
- ISIN-Nummer
- acronym of:International Securities Identification Number
Die International Securities Identification Number (ISIN) dient der weltweit eindeutigen Kennzeichnung von Wertpapieren und hat mittlerweile die nationalen Wertpapierkennnummern (WKN) abgelöst.
- Jahresabschluss
- definition:Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens.
Bei einer Aktiengesellschaft wird er vom Vorstand aufgestellt, durch einen staatlich vereidigten Wirtschaftsprüfer auf seine Ordnungsmäßigkeit geprüft und durch den Aufsichtsrat überprüft.
- KGV
- acronym of:Kurs-Gewinn-Verhältnis
Kurs-Gewinn-Verhältnis ist der Quotient aus dem aktuellen Aktienkurs und dem Jahresgewinn des Unternehmens pro Aktie. Je niedriger der KGV, umso "billiger" die Aktie. Das KGV spiegelt die Erwartungen der Anleger bezüglich des künftigen Ergebniswachstums wider: Je höher das erwartete Ergebniswachstum, desto höher das KGV.
- Kulisse
- definition:Berufsmäßiger Wertpapierhandel der Makler und Kreditinstitute, wenn diese für eigene Rechnung am Börsengeschehen teilnehmen.
- Kupon
- definition:Besonderes Wertpapier, auch Dividendenschein genannt, das zur Aktie gehört und auf dessen Vorlage die Dividende ausgezahlt wird.
Auch die den verzinslichen Wertpapieren beigegebenen Zinsscheine werden Kupon genannt.
- Kursmakler
- definition:Die amtlichen Kursmakler sind Börsenmakler, die auf Grund staatlicher Bestellung für die im amtlichen Handel notierten Wertpapiere den Börsenkurs feststellen.
- Kurswert
- definition:Der Preis der Aktie bildet sich nach Angebot und Nachfrage an der Börse.
Der jeweilige Börsenpreis wird Kurs genannt. Zu unterscheiden vom Nennwert.
- Limitieren
- definition:Festsetzen einer Preisgrenze beim Kauf- oder Verkaufsauftrag für Wertpapiere.
- Listing
- definition:Einführung/Notierung einer Aktie an einer Börse.
- Makrostandort
- definition:Der Großraum, in dem sich eine Immobilie befindet, sowie dessen Einzugs- und Verflechtungsbereich, wie zum Beispiel Stadtteil, Stadt oder Region.
- Mantel und Bogen
- definition:Zu jeder Aktienurkunde (in der Fachsprache: Mantel) gehört ein Bogen mit 10 oder 20 Dividendenscheinen (Kupons) und einem Erneuerungsschein (Talon), der zum Bezug eines neuen Bogens berechtigt.
Die Dividende wird dem Aktionär gegen Vorlage des jeweils fälligen Dividendenscheins direkt von der Aktiengesellschaft oder üblicherweise von seinem Kreditinstitut ausgezahlt. Mäntel und Bögen werden aus Sicherheitsgründen bei den Kreditinstituten getrennt verwahrt.
- Marktkapitalisierung
- definition:Börsenwert einer Aktiengesellschaft (Aktienkurs x Anzahl der Aktien).
- MDAX
- acronym of:(Midcap-Index)
Der MDAX spiegelt die Wertentwicklung der 70 größten börsennotierten deutschen Aktiengesellschaften wieder, die auf die 30 DAX-Gesellschaften folgen. Neben Dividendenzahlungen fließen auch Bezugsrechtserlöse in die Berechnung des Index ein, der 1987 mit einem Stand von 1000 Punkten startete.
- Mikrostandort
- definition:Die Immobilie selbst und das unmittelbare Umfeld.
